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No Money with Trump

Trump does not think like a president, he thinks instead like a speculator.

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US-Präsident Donald Trump weiß, wie man spekuliert: Öffentlich gab er jetzt den Ratschlag, Aktien zu kaufen, weil die Börsen gerade weltweit abgestürzt sind. Diese Strategie ist nicht besonders originell und hat sogar einen Namen, sie heißt „contrarian“. Der Trick besteht darin, sich gegen die panische Anleger-Herde zu stellen – und auf steigende Kurse zu setzen.

Allerdings dürfte Trump sich gerade seiner Lieblingsbeschäftigung hingeben: dem Wunschdenken. Es ist derzeit kein Grund zu erkennen, warum sich die Börsen komplett erholen sollten. Selbst „Contrarians“ wird auffallen, dass die Aktienkurse jetzt nachgegeben haben, weil sie vorher künstlich aufgebläht waren. Die Börsen hatten ständig neue Rekorde erklommen, weil die Zinsen der wichtigsten Zentralbanken weltweit bei knapp null dümpelten. Geldanlagen waren unattraktiv, also flüchteten alle Anleger in die Aktien.

Doch nun steigen die Zinsen in den USA wieder – zumindest ein bisschen. Prompt fällt auf, dass sich Aktien nicht mehr lohnen, weil sie so gnadenlos überteuert sind, dass mit den Dividenden kaum noch eine Rendite zu erzielen ist.

Eigentlich hätte Trump allen Grund zur Freude: Steigende Zinsen bedeuten, dass die Konjunktur in den USA robust und die Arbeitslosigkeit niedrig ist. Die US-Notenbank Fed erhöht die Zinsen ja nur, weil sie Angst hat, dass die Wirtschaft überhitzen könnte.

Doch Trump denkt nicht wie ein Präsident, sondern wie ein Spekulant: Er verwechselt die Volkswirtschaft mit der Börse. Er glaubt, dass steigende Aktienkurse ein Zeichen von Gesundheit seien – dabei waren sie pathologisch.

Zudem ist Trump bekanntlich Egomane und dachte, die steigenden Aktienkurse wären ihm ganz persönlich zu verdanken. Daher ist es nur konsequent, dass Trump sich als First Investment Advisor geriert. Weitere Anlagetipps dürften bald folgen.

An Gelegenheiten wird es nicht fehlen, damit Trump seine lustigen Tweets absetzen kann. Denn das fundamentale Problem kann auch die Fed nicht lösen, indem sie jetzt Kredite teurer macht: Es gibt bereits viel zu viel Geld auf der Welt. Jeder Anleger weiß, dass jederzeit eine Finanzkrise ausbrechen kann. Die Börsen werden also nervös bleiben – und Trump sowieso.







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