Life without TikTok Is Possible

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Ein Leben ohne Tiktok ist möglich

Weil sie eine groß angelegte Datenspionage fürchtet, will die US-Regierung Tiktok verbieten. Richtig so: Die USA sollte das soziale Netzwerk bannen, solange Peking darauf Zugriff hat. Ein Kommentar.

Die Vereinigten Staaten haben die Eigenart, plumpen Protektionismus mit nationalen Sicherheitsinteressen zu begründen. In lebhafter Erinnerung ist manchem Freihändler der Vorstoß republikanischer Senatoren, die Einfuhr von chinesischem Knoblauch aus just diesem Grund zu stoppen. Die Einfuhrzölle und Quoten auf Stahl und Aluminium selbst aus dem befreundeten Europa sind ein echtes, kostspieliges Ärgernis.

Und warum Einfuhrbeschränkungen für Solarzellen der nationalen Sicherheit dienen, bleibt das Geheimnis von Politikern. Bei Tiktok liegen die Dinge allerdings anders. Niemand sollte darauf vertrauen, dass Pekings Staatsapparat die Finger von dem mächtigen sozialen Medium lässt, das weltweit eine Milliarde Nutzer hat.

Die Vorstellung, dass die kommunistische Partei sich der Tiktok-Algorithmen bemächtigt, um damit Inhalte nach ihren Wünschen zu pushen und vor allem junge Nutzer zu verführen, ist schier unerträglich. Es gibt ein Leben ohne Tiktok. Das zeigt Indien, wo nach dem Verbot weniger bedrohliche Medien in die Bresche sprangen.

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