Trumps Schuld
Dass Donald Trump sich mehr militärische Stärke gegen die Huthis leisten kann, liegt daran, dass Israel weniger bedroht ist. Gegenüber Iran hat er seine Position aber verschlechtert.
Dass Trump härter gegen die Huthi vorgehen kann als Biden, hat einen Grund, der nichts mit dem Regierungswechsel zu tun hat, auch wenn Trump das glauben machen will: Die Bedrohung für Israel hat sich durch die Schwächung der Hamas und der Hizbullah, verbunden mit dem iranischen Geländeverlust in Syrien, deutlich verringert. Die jemenitische Terrorgruppe ist nun mehr ein eigenständiges Problem als ein Glied in Teherans Schattenarmee gegen den jüdischen Staat.
Letztlich geht es um das Atomprogramm
Trump kann sich also schlicht mehr militärische Stärke leisten als sein Vorgänger. Dass er mit Luftschlägen allein die Bedrohung für die Schifffahrt im Roten Meer ausmerzen kann, ist allerdings selbst bei einer längeren Bombardierung nicht gesagt. Milizen lassen sich auf diese Art schwächen, aber nicht immer ausschalten, das ist eine Erfahrung aus vielen Bürgerkriegen.
Trump will sein Vorgehen auch als Warnschuss an Iran verstanden wissen. Da geht es nicht nur um Terrorismus, sondern letztlich um das Atomprogramm.
Dass Iran schon fast alle Zutaten zur Bombe beisammen hat, ist Trumps Schuld. Hätte er das Atomabkommen in seiner ersten Amtszeit nicht einseitig gekündigt, dann hätten sich die darin enthaltenen strengen Auflagen für das iranische Atomprogramm wahrscheinlich bis heute durchsetzen lassen. Stattdessen muss sein Sicherheitsberater wieder beteuern, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen, also auch militärische.
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