The differing statements show the first crack in the alliance. Neither man has a plan for ending the war.
The war against Iran will probably not end in a few days, as U.S. President Donald Trump has suggested. On the one hand, alliance partner and Israeli head of government Benjamin Netanyahu contradicted the idea of a quick end to the military conflict. On the other hand, the weakened government in Tehran will continue to fight its impending downfall with all its might. None of that means anything good for the people in Iran and neighboring states in the Gulf.
The differing statements from Trump and Netanyahu on a quick end to the military conflict have revealed a first crack in the alliance. This was also triggered by the Israeli attacks on oil facilities in Iran, which Trump did not like. The dispute also clearly shows their differing war goals.
Trump Defines New Goals in the Iran War
Trump changed his mind in just a few days. First, he wanted to destroy Iran's nuclear program, and then he wanted to liberate the Iranian people. Netanyahu, on the other hand, wants to weaken the mullah regime as much as possible — as he has already done and continues to do with Hamas and Hezbollah so that they can no longer threaten Israel, at least in the medium term.
Both men have something in common: they have no plan for exiting the conflict. For Netanyahu, it is the lesser problem. Large parts of the Israeli population are in favor of military action against arch-nemesis Iran. But Trump has to fear rising gasoline prices in light of the midterm elections in November, just as much as the low level of support for the war in the U.S.
Tehran's Calculation Is Not Yet Working Out
Furthermore, Tehran's calculation of drawing the Gulf states into the war with its attacks has not yet proven successful. But will Saudi Arabia, for example, stay silent after the destruction of the oil facilities by Iran? All this makes an early end to the war seem almost impossible and fuels fears of a spiral of violence in the Middle East with uncertain consequences.
What is certain is that the war has de facto weakened the clergy in Tehran, and the country is now more likely to be ruled by a military dictatorship. While it has been weakened by attacks, it is still in a position to put pressure on its own population. And those in power know that the U.S. and Israel will not send ground troops to remove them from power.
Trump und Netanjahu streiten über das Ende des Krieges gegen Iran
Die unterschiedlichen Ansagen offenbaren einen ersten Riss im Bündnis. Beide haben keinen Plan für ein Kriegsende.
Der Krieg gegen den Iran wird wohl nicht in ein paar Tagen enden wie US-Präsident Donald Trump angedeutet hat. Zum einen hat dessen Bündnispartner und israelischer Regierungschef Benjamin Netanjahu einem raschen Ende des militärischen Konflikts widersprochen. Zum anderen wird die angeschlagene Regierung in Teheran weiter mit allen Mitteln gegen den drohenden Untergang kämpfen. All das bedeutet nichts Gutes für die Menschen im Iran und in den Nachbarstaaten am Golf.
Die unterschiedlichen Ansagen von Trump und Netanjahu zu einem raschen Ende des militärischen Konflikts haben obendrein einen ersten Riss in dem Bündnis offenbart. Auch ausgelöst durch die israelischen Angriffe auf Ölanlagen im Iran, was Trump missfiel. Der Zwist verdeutlicht auch die verschiedenen Kriegsziele.
Trump definiert Ziele im Iran-Krieg neu
Trump hat diese innerhalb weniger Tage geändert und erst das iranische Atomprogramm zerstören, dann das iranische Volk befreien wollen. Netanjahu hingegen will das Mullah-Regime so sehr schwächen wie es irgend geht – so wie er es mit der Hamas und der Hisbollah bereits getan hat und weiter tut, damit sie Israel zumindest mittelfristig nicht mehr bedrohen können.
Beiden gemeinsam ist allerdings weiterhin, dass sie keinen Plan haben, wie sie aus dem militärischen Konflikt herauskommen wollen. Wobei das für Netanjahu das kleinere Problem ist. Große Teile der israelischen Bevölkerung sprechen sich für den Waffengang gegen den Erzfeind Iran aus. Trump hingegen muss mit Blick auf die Zwischenwahlen im November steigende Benzinpreise genauso fürchten wie den geringen Zuspruch in den USA für den Krieg.
Teherans Kalkül geht noch nicht auf
Außerdem geht das Kalkül Teherans noch nicht auf, mit den Angriffen in den Golfstaaten diese mit in den Krieg zu ziehen. Doch wie wird etwa Saudi-Arabien stillhalten nach den zerstörten Ölanlagen durch den Iran? All das lässt ein rasches Ende des Krieges fast unmöglich erscheinen, sondern nährt die Ängste vor einer Gewaltspirale im Nahen Osten mit ungewissen Folgen.
Sicher ist dagegen, dass der Krieg de facto in Teheran die Geistlichkeit geschwächt hat und das Land nun eher von einer Militärdiktatur beherrscht wird. Sie ist durch die Angriffe zwar geschwächt, aber noch immer in der Lage, den Druck auf die eigene Bevölkerung zu erhöhen. Und die Herrschenden wissen, dass die USA und Israel keine Bodentruppen schicken, um sie von der Macht zu entfernen.
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