Trump's misguided path is undermining the West and endangering peace.
For what Donald Trump said in his eagerly awaited speech, he did not need to board a plane, turn around and board a second plane, switch to a helicopter and then come to the Swiss mountains. We already knew how self-absorbed he is, what subservience he expects and what stories he will tell.
It is a “mission impossible” to try to interpret what he says. It is dangerous to rely on him, to believe him. And it is grossly negligent to fawn over him obsequiously, as Europe and its leaders have done up to now. They have all brought gold watches to the White House, in one way or another. But it was all for nothing; they are still being publicly humiliated and showered with tariffs.
The almost two-hour speech in Davos during which only Trump could be heard revealed in a relentlessly painful way just how little substance there is behind the mask. Lies, historical revisionism, distorting the past — the only recognizable central theme amid increasingly incoherent anecdotes, stories and repetition was Greenland. What remains of this moment, which had the power to change the world, is a craving for a piece of ice, supposedly for world peace and to strengthen NATO. A stark contrast, then, to what Trump achieved with his announced annexation of Greenland.
False Promise
Anyone who thought they heard a promise in Trump's words that he would pursue negotiations instead of violence in Greenland should remember that Trump recently called for the exact opposite. And in four days, he will say the exact opposite of what he has just said. Trump is erratic, touching on everything and nothing. He created it all himself. He reprimands world leaders. Daddy, king, god. Self-aggrandizement by humiliating the rest of the world. A deeply wounded narcissist stands at the lectern.
He doesn't deserve live tickers, editorials or attention. But unfortunately, one of the few facts from Wednesday afternoon is that he is the most powerful man in the world. His aides carry the briefcase containing the nuclear launch codes. We have no choice, we have to engage with him to preserve international unity and to avoid losing ourselves. It isn’t Europe that is heading in the wrong direction, as Trump said in Davos. It’s Trump who on the direct path to a head-on collision.
Rarely since the beginning of the trans-Atlantic friendship, since international cooperation, since the establishment of the West, have our core values been more threatened, not by external influence, but by friendly fire. Davos, high in the Swiss mountains, will go down in history as the lowest point of American foreign policy and diplomacy. The destructiveness and self-abandonment of the United States that we once looked up to could not be clearer.
Nothing demonstrates the decline of the Western world more than the fact that this was supposed to be a speech by a U.S. president.
Donald Trump, der eiskalte Narzisst
Der Trump'sche Irrweg zersetzt den Westen und gefährdet den Frieden
Für das, was Trump in seiner mit Spannung erwarteten Rede gesagt hat, hätte er nicht ein Flugzeug besteigen, umdrehen, ein zweites Flugzeug besteigen, in einen Hubschrauber wechseln und in die Schweizer Berge kommen müssen. Es war bekannt, wie selbstverliebt er ist, welch Unterwürfigkeit er erwartet, welche Geschichten er erzählt.
Es ist eine 'Mission Impossible', ihn deuten zu wollen. Es ist gefährlich, sich auf ihn zu verlassen, ihm zu glauben. Und es ist grob fahrlässig, sich unterwürfigst anzubiedern, so wie das Europa und seine Staatschefs bisher getan haben. Alle haben goldene Uhren ins Weiße Haus getragen, auf die ein oder andere Weise. Gebracht hat es gar nichts, sie werden weiter auf offener Bühne desavouiert, mit Zöllen überschüttet.
Die nahezu zwei Stunden, in denen ausschließlich Donald Trumps Stimme in Davos zu hören war, haben auf schonungslos-schmerzhafte Weise gezeigt, wie wenig Substanz hinter der Maske vorhanden ist. Lügen, Geschichtsfälschung, ein Zurechtbiegen von Vergangenem – einzig erkennbares zentrales Thema zwischen zunehmend wirren Anekdoten, Erzählungen und Wiederholungen ist Grönland. Geblieben von diesem Moment, der die Kraft gehabt hätte, die Welt zu verändern: die Lust auf ein Stück Eis; für den angeblichen Weltfrieden, zur Stärkung der NATO. Der pure Kontrast also dessen, was Trump mit der angekündigten Einverleibung Grönlands erreicht.
Falsches Versprechen
Wer aus Trumps Worten ein Versprechen herausgehört haben will, in der von ihm aufgebrachten Grönland-Frage nicht auf Gewalt, sondern auf Verhandlungen setzen zu wollen, sollte sich vergegenwärtigen, dass Trump vor Kurzem noch das Gegenteil behauptet hat. Und in vier Tagen wieder das Gegenteil des nun Gesagten von sich geben wird. Trump irrlichtert dahin, streift alles und nichts. Erschaffen hat alles er. Er tadelt Staatschefs. Daddy, König, Gott. Selbstüberhöhung durch Erniedrigung des Restes der Welt. Am Rednerpult steht ein tief gekränkter Narzisst.
Ja, er hätte es verdient, nicht mit Livetickern, nicht mit Leitartikeln, nicht mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. Nur leider ist eines der wenigen Fakten des Mittwochnachmittags, dass er der mächtigste Mann der Welt ist. Seine Adjutanten tragen den Koffer mit den Atombomben-Codes neben ihm her. Wir haben keine andere Wahl, müssen uns mit ihm beschäftigen, um den internationalen Zusammenhalt zu retten, um uns selbst nicht aufzugeben. Nicht Europa ist in der falschen Richtung unterwegs, wie Trump in Davos sagte. Er selbst ist auf direktem Weg zur Frontalkollision.
Kaum jemals seit Bestehen der transatlantischen Freundschaft, seit internationaler Zusammenarbeit, seit Etablierung des Westens waren unsere Grundwerte stärker gefährdet – nicht aufgrund äußerer Einflüsse, sondern durch 'friendly fire'. Davos, hoch in den Schweizer Bergen, wird als der Tiefpunkt amerikanischer Außenpolitik und Diplomatie in die Geschichte eingehen. Klarer ist die Zerstörungslust, aber auch die Selbstaufgabe jener Vereinigten Staaten, zu denen wir einst aufblickten, nicht herauszuarbeiten.
Nichts zeigt mehr den Verfall der westlichen Welt, als dass dies die Rede eines US-Präsidenten gewesen sein sollte.
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[W]e see that what is happening in our contemporary world ... are signs and omens of an uncertain future ... causing Western democracy as a whole to head toward collapse,