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No Protection for Trans People

[Trump's] decree from last week, which erases trans people’s protection from discrimination in health care, is only the first step—and a highly symbolic one at that.

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Kein Schutz für trans Menschen

Trump will Transgeschlecht¬lichkeit praktisch abschaffen. Er weiß genau, was er tut. Das mobilisiert die eigene Basis, aber auch die Gegenseite.

Die USA sind mit rassistischer Polizeigewalt und den Protesten dagegen beschäftigt, Präsident Donald Trump spaltet munter weiter. Er ist schon bei der nächsten Minderheit, die unter seinen weißen Wählern unbeliebt ist: den trans Menschen. Die will er am liebsten ganz abschaffen, das geht aus schon vor zwei Jahren geleakten Dokumenten hervor.

Sein Erlass von letzter Woche, der Diskriminierungsschutz für trans Menschen im Gesundheitswesen abschafft, ist da nur ein erster Schritt – noch dazu ein höchst symbolischer: Ausgerechnet am 12. Juni, dem Jahrestag des Massakers in einem queeren Nachtclub in Orlando vor vier Jahren, präsentierte das Gesundheitsministerium die neue Regelung. Das zynisch zu nennen, wäre noch zu nett. Zudem trifft es trans Menschen in einer verwundbaren Situation: Wenn sie ins Krankenhaus müssen, also sich sowieso in einer Notlage befinden, sind sie zusätzlich noch Diskriminierung ausgesetzt – nicht nur persönlicher, sondern durch das System.

Es hilft nicht, erklären zu wollen, was daran ungerecht und fies ist. Trump weiß genau, was er tut: Er polarisiert, er vertieft die Spaltung der Gesellschaft. Das ist die Strategie seines Wahlkampfs. Er will mehr Jubel, also schürt er Vorurteile und gibt der Menge die kurzen Parolen, je einfacher, desto einprägsamer, desto besser für ihn. Der neue diskriminierende Umgang mit trans Menschen liefert genau das: Ein Mensch sei „männlich oder weiblich und wie von der Biologie bestimmt“ – also Schluss mit dem Gender-Schnickschnack! Den versteht sowieso niemand, teuer ist er obendrein! Geraune über trans Menschen oder geschlechtsneutrale Toiletten zieht ja auch in Deutschland.

Im November wählen die USA ihren neuen Präsidenten. In diesem Wahlkampf geht es nicht mehr darum, die Wähler_innen der Gegenseite mit der eigenen Politik zu überzeugen; sondern darum, das eigene Lager zu mobilisieren, damit möglichst viele zur Wahl gehen. Und es muss vorgesorgt werden, für den Fall eines knappen Wahlausgangs. Der oberste Gerichtshof hat schon einmal eine US-Wahl entschieden, und er ist Trump wohlgesonnen.

Es besteht jedoch Anlass zur Hoffnung: Trump mobilisiert ja nicht nur seine eigene Klientel. Sondern auch die Gegenseite. Es gibt zwar linke Zweifel gegenüber Joe Biden, aber je radikaler Trump ist, desto mehr Leute werden ihre Bedenken runterschlucken und Biden wählen.







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