The U.S. Supreme Court has put the president in his place on his favorite issue, but that won’t stop him.
Donald Trump began his second term hoping to dictate everything like an absolute ruler. And for a long time, it seemed as if he would get away with it. But in recent months, he has encountered resistance — in elections, in Congress, at the Federal Reserve, and especially within civil society. Now, the once loyal Supreme Court has dealt him a defeat on his favorite issue, tariffs, a defeat that is likely to shape the rest of his presidency.
The Supreme Court justices have only done what you might expect — stop an obvious abuse of emergency legislation. The fact that the outcome was considered uncertain shows how far trust in the American rule of law has fallen. To the Supreme Court’s credit, this was its first definitive ruling on Trump's policies; previous concessions were provisional. The administration is also likely to lose on the next major decision before the Supreme Court: whether Trump can fire Federal Reserve governor Lisa Cook without cause or deny birthright citizenship to children born in the United States. The legal situation is clear.
While Justice Brett Kavanaugh, in his dissent, referred to practical problems caused by the suspension of tariffs, the three conservative justices who ruled against Trump were concerned about something more fundamental: a president must respect the constitutional separation of powers, which assigns Congress primary authority over taxes and tariffs. This is exactly what Trump refuses to accept.
The Damage Gets Worse
With a little skill, Trump could have secured approval from Congress for his trade policies. But he was less concerned with the well-being of the U.S. economy, even though he believes in the benefits of protectionism, than with his own claim to power. The tariffs haven't triggered an economic crisis because they ended up being lower than when announced. But they did accelerate inflation and slowed growth. The Supreme Court's decision and Trump's immediate search for alternatives are likely to increase uncertainty and economic damage. The justices aren't to blame for this; Trump and his advisers are.
By announcing a new round of tariffs, Trump has made it clear that no one can restrain him, not even the justices that he himself appointed. His only ideology is himself. When it comes to foreign policy, Trump doesn't follow any strategic objectives. He just wields the military like a plaything so he can demonstrate strength. At the beginning of the year, the playground was Venezuela, and then Greenland, and now it is Iran.
When Trump encounters opposition such as he is facing with the Supreme Court, he sometimes backs down, but mostly he reacts with defiance, anger and insults, which further diminish his political capital. Disappointed and embittered, Trump will increasingly lash out and be prepared to break all the rules of democracy and the rule of law to get his way. The tariff dispute offers a taste of the battles to come.
Im Kampf um die US-Zölle steht Trumps Machtanspruch auf dem Spiel
Das US-Höchstgericht hat den Präsidenten bei seinem Leibthema in die Schranken gewiesen, doch dieser will sich nicht bremsen lassen
Donald Trump ist seine zweite Amtszeit mit dem Anspruch angetreten, alles allein wie ein absoluter Herrscher bestimmen zu können. Und lange hat es so ausgesehen, als ob er damit durchkäme. Aber seit einigen Monaten stößt er auf Widerstand – bei Wahlen, im Kongress, in der Notenbank und ganz besonders in der Zivilgesellschaft. Nun hat ihm der bisher so loyale Oberste Gerichtshof beim Leibthema Zölle eine Niederlage zugefügt, die den Rest seiner Präsidentschaft prägen dürfte.
Die Höchstrichter haben eigentlich nur das getan, was man von seriösen Juristen erwarten würde – einem offensichtlichen Missbrauch eines Notstandgesetzes einen Riegel vorgeschoben. Dass der Ausgang als unsicher galt, zeigt, wie tief das Vertrauen in den amerikanischen Rechtsstaat gesunken ist. Zur Ehrenrettung des Supreme Court muss man sagen, dass dies sein erstes endgültiges Urteil zu Trumps Politik war; die bisherigen Zugeständnisse waren stets provisorischer Natur. Auch die nächsten großen Entscheidungen vor dem Höchstgericht wird die Regierung wahrscheinlich verlieren – bei der Frage, ob er die Notenbankgouverneurin Lisa Cook grundlos feuern darf, oder Kindern, die in den USA geboren wurden, die Staatsbürgerschaft verweigern kann. Die Rechtslage ist eindeutig.
Während der Höchstrichter Brett Kavanaugh in seinem Dissens auf die praktischen Probleme durch die Aussetzung der Zölle verwies, ging es den drei konservativen Richtern, die gegen Trump entschieden, um etwas Grundsätzliches: Ein Präsident muss die verfassungsmäßige Gewaltenteilung respektieren, die bei Steuern und Zöllen dem Kongress die Hauptrolle zuweist. Genau das ist, was Trump keinesfalls akzeptieren will.
Schaden verschlimmert
Trump hätte mit etwas Geschick vom Parlament die Zustimmung für seine Handelspolitik erhalten können. Doch ihm ging es weniger um das Wohl der US-Wirtschaft, auch wenn er fest an den Segen des Protektionismus glaubt, als um seinen eigenen Machtanspruch. Die Zölle haben keine Wirtschaftskrise ausgelöst, weil sie letztlich niedriger ausgefallen sind als angekündigt. Aber sie haben die Inflation beschleunigt und das Wachstum gebremst. Das Urteil des Höchstgerichts und Trumps sofortige Suche nach Alternativen dürften die Unsicherheit und damit den wirtschaftlichen Schaden verstärken. Daran sind nicht die Richter schuld, sondern Trump und seine Berater.
Mit seiner Ankündigung neuer Zölle hat Trump klargemacht, dass er sich von niemandem bremsen lassen will, auch nicht von den Richtern, die er selbst einst ernannt hat. Seine einzige Ideologie ist er selbst. Auch in der Außenpolitik verfolgt er keine strategischen Ziele, sondern behandelt das Militär als sein Spielzeug, mit dem er Stärke demonstrieren will. Zu Jahresanfang war der Spielplatz Venezuela, danach Grönland, derzeit ist es der Iran.
Spürt Trump Gegenwind, wie jetzt vom Supreme Court, macht er zwar manchmal einen Rückzieher. Aber meist reagiert er mit Trotz, Zorn und Beschimpfungen, was sein politisches Kapital noch weiter schrumpfen lässt. Enttäuscht und verbittert wird Trump immer öfter wild um sich herumschlagen und bereit sein, alle Regeln der Demokratie und des Rechtsstaates zu brechen, um seinen Willen durchzusetzen. Der Zollstreit bietet erst einen Vorgeschmack auf zukünftige Schlachten.
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Taiwanese government officials and national security leaders must remember that, right now, silence speaks louder than words, and it is better to remain still than to act rashly.