The U.S. has toppled Venezuela’s president. The intervention is reminiscent of Panama in 1989. Now similar coups by the Trump administration are looming for Cuba and Nicaragua.
In the end, it was only a matter of time until the U.S. would start its attack on Venezuela. In recent weeks, U.S. President Donald Trump had increased the threshold of verbal and military aggression to the point that he could hardly have emerged from the conflict without losing face or attempting to remove Nicolás Maduro.
Looking back, one has to say that removing Maduro from power was Trump’s goal from the beginning; he had crowned the autocrat as his favorite enemy. The fight against drug trafficking was a very public attempt at distraction.
As a consequence, one sees yet another flagrant violation of international law and the tragic revival of the old “Monroe Doctrine.” In late 1823, U.S. President James Monroe laid out the outlines of his long-term foreign policy before Congress. And it went like this: America for Americans. In Trump’s version, the “Donroe Doctrine,” it is America for the United States. That means that, in the “backyard” of Latin America, Washington will decide what happens and who governs.
Latin America is now facing turbulent and dark times. Leaders in Cuba and Nicaragua, Miguel Díaz-Canel and Daniel Ortega, should be especially worried. It is very possible that they will be the next targets of U.S. interventionist policies. The communist government in Havana, in particular, is a thorn in the side of U.S. Secretary of State Marco Rubio. His ancestors come from the Caribbean island, and he harbors hate toward the regime.
With the coup in Caracas, the U.S. repeated almost to a T the scenario of Panama in 1989, when it captured then-President Manuel Noriega in a similarly executed intervention and extradited him to the U.S. — also on January 3, by the way.
In 1992, Noriega was convicted in a U.S. court of drug trafficking and racketeering, later extradited to France and convicted there. He was transferred to Panama in 2011 and died there in 2017 from cancer while a prisoner under house arrest. Maduro could face a similarly long prison sentence. There are cases pending against him before the International Criminal Court in The Hague over allegations of human rights violations.
One need shed no tears for Maduro; he has agonized and repressed his people, his country and the opposition too much for that. In recent years, more than 8 million people have fled the country. Maduro has run the economy into the ground and continued to erode its democracy. Venezuela was, in the end, a country headed toward dictatorship. But it is not the task or the right of the U.S. to bring about change through military force.
It is still unclear what will happen moving forward. Vice President Delcy Rodríguez is now in charge of the country. That is anything but a “regime change.” Moreover, violent coups have seldom had a stabilizing and democratizing effect in Latin America.
In Venezuela, the intervention has raised the specter of a period of insecurity, possible violence and power struggles within the Chavista leadership. Whether power really changes hands will depend on the callousness of Maduro’s group and on whether the people make another attempt to demand real democratization of the plagued country.
Trumps Coup gegen Maduro bricht Völkerrecht
Die USA haben Venezuelas Präsidenten gestürzt. Die Intervention erinnert a Panama 1989. Nun drohen in Kuba und Nicaragua ähnliche Coups der Trump-Regierung.
Am Ende war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die USA den Angriff auf Venezuela starten würden. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen die verbale und militärische Aggressionsschwelle derart angehoben, dass er ohne Gesichtsverlust oder den Versuch, Maduro zu stürzen, kaum aus dem Konflikt rausgekommen wäre.
Rückblickend muss man wohl sagen, die Entfernung Maduros von der Macht war immer das Ziel von Trump. Er hatte den Autokraten als Lieblingsfeind auserkoren. Der Kampf gegen den Drogenhandel war ein sehr offensichtliches Ablenkungsmanöver.
In der Folge sieht man eine weitere flagrante Verletzung des Völkerrechts und die tragische Wiederbelebung der alten „Monroe-Doktrin“. Ende 1823 skizzierte US-Präsident James Monroe vor dem Kongress die Grundzüge seiner langfristigen Außenpolitik. Und sie hieß: Amerika den Amerikanern. In der Version Trump, der „Donroe-Doktrin“, heißt sie: Amerika den US-Amerikanern. Und meint: In unserem „Hinterhof“ Lateinamerika bestimmen wir, was passiert und wer regiert.
Nun stehen turbulente und dunkle Zeiten in Lateinamerika bevor. Besonders kalte Füße dürften die Herrscher in Kuba und Nicaragua, Miguel Díaz-Canel und Daniel Ortega, bekommen. Es könnte gut sein, dass sie das nächste Ziel der US-Interventionspolitik sind. Besonders die kommunistische Regierung in Havanna ist US-Außenminister Marco Rubio ein Dorn im Auge. Seine Vorfahren stammen von der Karibikinsel und er kultiviert einen Hass gegen das Regime.
Mit dem Coup von Caracas wiederholten die USA auf nahezu anekdotische Weise das Szenario von 1989 in Panama, als die USA den damaligen Präsidenten Manuel Noriega mit einer ähnlich gestrickten Intervention festnahmen und in die USA ausflogen. Übrigens auch am 3. Januar.
1992 wurde Noriega von einem US-Gericht wegen Drogenhandels und Schutzgelderpressung verurteilt, später nach Frankreich ausgeliefert, auch dort verurteilt und 2011 nach Panama überstellt. Dort starb er 2017 als Strafgefangener im Hausarrest an Krebs. Nicolás Maduro könnte eine ähnlich lange Karriere in Gefängnissen drohen. Gegen ihn sind Verfahren beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen des Vorwurfs der Menschenrechtsverletzungen anhängig.
Man muss Maduro keine Träne nachweinen, zu sehr hat er sein Volk, sein Land und die Opposition gequält und unterdrückt. In den vergangenen Jahren sind mehr als acht Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Maduro hat die Wirtschaft zugrunde gerichtet und die Demokratie nach und nach abgeschafft. Venezuela war zuletzt ein Land auf dem Weg in die Diktatur. Aber: Es ist nicht die Sache und das Recht der USA, militärisch für einen Wechsel zu sorgen.
Noch ist nur schemenhaft klar, wie es dort weitergeht. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat nun das Sagen im Land. Das ist alles andere als ein „Regimechange“. Zudem: Gewaltsam herbeigeführte Regimewechsel haben in Lateinamerika selten eine stabilisierende und demokratisierende Wirkung entfaltet.
Man muss Maduro keine Träne nachweinen, zu sehr hat er sein Volk, sein Land und die Opposition gequält und unterdrückt. In den vergangenen Jahren sind mehr als acht Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Maduro hat die Wirtschaft zugrunde gerichtet und die Demokratie nach und nach abgeschafft. Venezuela war zuletzt ein Land auf dem Weg in die Diktatur. Aber: Es ist nicht die Sache und das Recht der USA, militärisch für einen Wechsel zu sorgen.
Noch ist nur schemenhaft klar, wie es dort weitergeht. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat nun das Sagen im Land. Das ist alles andere als ein „Regimechange“. Zudem: Gewaltsam herbeigeführte Regimewechsel haben in Lateinamerika selten eine stabilisierende und demokratisierende Wirkung entfaltet.
This post appeared on the front page as a direct link to the original article with the above link
.
Washington is no longer content with slow exhaustion; it has adopted a strategy of swift, symbolic strikes designed to recalibrate the international landscape.