The U.S. president’s irrational rage over the Iran debacle is currently affecting South Korea and Oman. No one can rely on the superpower anymore.
What’s worse than being on the list of enemies of the world’s greatest military power? You’d be tempted to say: being its friend, given Donald Trump’s recent outbursts directed toward states with whom the U.S. is supposed to be allied.
The experience Canada, Mexico and Europe have had under American trade policy, where they’re routinely threatened with new punitive tariffs, is now falling on countries whose security Washington has guaranteed for decades or that are currently supporting the U.S. The U.S. president’s spontaneous decision to significantly scale back the annual military exercises with South Korea because they’re supposedly too expensive and might anger his friend Kim Jong Un has caused massive unease across East Asia. Japan and Taiwan also rely on the U.S.’ military shield — offered to the region in different ways — for their defense. That trust is now being eroded more and more each day. North Korea’s tyrant is being wooed, while democratic South Korea is feeling Trump’s wrath because it, with good reason, refused to get involved in the war with Iran.
There’s no strategy behind this — just the bad temper of an irrational narcissist who has maneuvered himself and his country into a highly awkward predicament through his own incompetence. Even Trump likely knows that the war with the regime in Tehran, despite America’s military dominance, is lost and the country has almost no chance of emerging from this mess with its dignity intact. That makes him angry, unpredictable and dangerous.
Crude Bomb Threats
Oman is now bearing the brunt of this. Trump has hurled crude threats of bombing at the country because the Gulf state is willing to be a mediator in the conflict but refuses to act as a subordinate receiving orders. Omanis don’t have to fear an immediate U.S. strike; Trump was once again just saying whatever popped into his head. But they must also recognize that Trump’s America is utterly unreliable and that this administration is prepared to coldly leave its allies in the lurch at any moment.
Every other Arab country, including long-time U.S. partner Saudi Arabia, should know this by now. And even Israel’s prime minister, Benjamin Netanyahu, who has for almost a decade used his relationship with Trump as a domestic trump card, must fear Trump’s retaliation for having persuaded him to attack Iran. The once rock-solid alliance between the U.S. and Israel is increasingly fractured, and not just among Democrats.
As if from the Mind of George Orwell
Speculation is already mounting that Trump could take a similar policy of appeasement toward Iran as the one he has applied to North Korea: accept its nuclear program and, at the expense of the U.S.’ traditional allies — and of the country’s oppressed populace — offer friendship to the mullahs. What George Orwell conceived of 80 years ago is entirely in keeping with this president’s character.
Trump lässt die Verbündeten der USA eiskalt im Stich
Der irrationale Zorn des US-Präsidenten über das Iran-Schlamassel trifft derzeit Südkorea und den Oman. Auf die Supermacht kann sich niemand mehr verlassen.
Was ist schlimmer, als auf der Liste der Feinde der größten Militärmacht der Welt zu stehen? Ihr Freund zu sein, ist man versucht zu sagen, angesichts von Donald Trumps jüngsten Ausfällen gegen Staaten, mit denen die USA eigentlich verbündet sind.
Was Kanada, Mexiko und Europa aus der amerikanischen Handelspolitik kennen, bei der sie regelmäßig mit neuen Strafzöllen bedroht werden, trifft nun Staaten, deren Sicherheit seit Jahrzehnten von Washington garantiert wird oder die aktuell den USA zur Seite stehen. Die spontane Entscheidung des US-Präsidenten, die jährlichen Manöver mit Südkorea deutlich zurückzufahren, weil sie angeblich zu teuer sind und seinen Freund Kim Jong-un ärgern könnten, hat in ganz Ostasien für massive Unruhe gesorgt. Auch Japan und Taiwan verlassen sich für ihre Verteidigung auf den militärischen Schutzschirm, den die USA in unterschiedlicher Form der Region bietet. Dieses Vertrauen wird nun täglich mehr erschüttert. Nordkoreas Tyrann wird umworben, während das demokratische Südkorea seinen Zorn zu spüren bekommt, weil es sich aus gutem Grund nicht am Irankrieg beteiligt hat.
Dahinter steht keine Strategie, sondern die schlechte Laune eines irrationalen Narzissten, der sich und sein Land durch eigene Unfähigkeit in eine höchst missliche Lage hineinmanövriert hat. Denn auch Trump weiß wohl, dass der Krieg gegen das Regime in Teheran trotz der militärischen Übermacht der USA verloren ist und kaum noch eine Chance hat, gesichtswahrend aus diesem Schlammassel herauszukommen. Das macht ihn wütend, unberechenbar und gefährlich.
Unflätige Bombendrohung
Das bekommt jetzt der Oman zu spüren, dem er mit unflätigen Worten mit Bomben droht, weil der Golfstaat in diesem Konflikt zwar als Vermittler, aber nicht als Befehlsempfänger auftreten will. Die Omaner müssen keinen sofortigen US-Angriff fürchten, Trump hat wieder einmal so dahin geredet, was ihm gerade durch den Kopf geht. Aber auch sie müssen erkennen, dass es auf Trumps Amerika keinerlei Verlass gibt, dass diese Regierung jederzeit bereit ist, ihre Verbündeten eiskalt im Stich zu lassen.
Das sollten inzwischen alle anderen arabischen Staaten, einschließlich des langjährigen US-Partners Saudi-Arabien wissen. Und auch Israels Premier Benjamin Netanjahu, der sein Bündnis mit Trump seit fast einem Jahrzehnt als innenpolitisches Ass ausspielt, muss Trumps Vergeltung dafür fürchten, dass er ihn zum Angriff auf den Iran überredet hat. Das einst felsenfeste Bündnis zwischen den USA und Israel weist nicht nur bei den Demokraten immer mehr Brüche auf.
In George Orwells Geiste
Inzwischen wird bereits spekuliert, dass Trump gegenüber dem Iran eine ähnliche Beschwichtigungspolitik fahren könnte wie gegenüber Nordkorea: das Atomprogramm akzeptieren und auf Kosten der traditionellen US-Verbündeten – und der unterdrückten Bevölkerung des Landes – den Mullahs die Freundschaft anbieten. Was sich George Orwell vor 80 Jahren ausgedacht hat, passt ganz in das Charakterbild dieses Präsidenten.
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