Continuing the war against Iran with the intent of causing a regime change could end in chaos.
Things are now getting even more confusing. While U.S. President Donald Trump is saying that the war against Iran will end soon, Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu is stating, in contrast, that Israel is “not yet finished” with the regime in Iran. The Iranian people should be freed from the “the yoke of tyranny.”
At least it sounds like a concrete plan. The chaos warrior from Washington, on the other hand, has yet to clearly establish what he actually wants to achieve in Iran. Trump may have also wanted to bomb a regime change in Tehran into happening. But, the strategists in the White House obviously had second- and third-rank representatives of the regime on their list to take over for the leadership who were taken out at the beginning of the war. As Trump tersely stated, they, too, are all dead. So, regime change was not the goal after all.
In any case, it appears that Trump was more likely part of Netanyahu’s plan. With the relative end to the war in Gaza and the Twelve-Day war in June of last year against Iran’s nuclear program, Netanyahu determined that the dangers had not all been eliminated. Hezbollah remains present in Lebanon, and Iran’s nuclear capabilities, especially its enriched uranium, remain intact. And since Trump had moved a second fleet of aircraft carriers and additional military equipment to the region to increase pressure on Iran in negotiations about its nuclear program, the opportunity apparently presented itself to the Israeli head of state.
Although Israel continues to weaken Hezbollah in Lebanon, it does not look like the mullah regime can be forced into submission with the present war from the air. Did Trump perhaps think that he could deal with Iran just as he had with Nicolás Maduro in Venezuela? His followers quickly realized that resistance was pointless, very different from the radicalized supporters of the theocrat in Iran. Enmity toward the U.S. and Israel, cultivated over decades and fueled with hate, has taken root in a large enough segment of Iranian society that it will be able to support the ruler for quite some time, especially since they have the monopoly of power on their side. In light of this, it remains a mystery how Israel wants to bomb a regime change into happening.
Trump’s gradual backtracking, on the other hand, can be attributed to rising gas prices and increasing dissatisfaction among his own voters, whom he shouldn’t alienate too much in an election year. Moreover, he can’t afford to further engage U.S. troops in Iran if a clear, short-term, and quick victory isn’t expected. And it doesn’t look like it is in the Persian Gulf.
One wonders whether the regime is not also willing to run the risk of a civil war—after all, it has been speculated in recent days whether the U.S. would arm the Kurds in the northern part of the country to topple the regime. Given the unrestrained brutality with which the protests were suppressed in Iran in January, such a scenario can’t be ruled out. Do the U.S. and Israel really want to prompt such a development, which would only end in chaos and with everything that it would bring with it – human suffering, displacement, and destabilization of an entire region?
Ein Regimewechsel im Iran ist nicht in Sicht
Eine Fortsetzung des Krieges gegen den Iran mit der Absicht, einen Regimewechsel herbeizuführen, könnte im Chaos enden, meint Guy Kemp im Leitartikel.
Jetzt wird es noch unübersichtlicher: Während US-Präsident Donald Trump meint, dass der Krieg gegen den Iran bald endet, hält der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu dagegen: Israel sei „noch nicht fertig“ mit dem Regime in Teheran. Das iranische Volk solle „von dem Joch der Tyrannei“ befreit werden. Immerhin klingt das nach einem konkreten Plan. Der Chaos-Krieger aus Washington hingegen hat sich bislang immer noch nicht klar darauf festgelegt, was er im Iran eigentlich erreichen will. Zwar wollte auch Trump mal einen Regimewechsel in Teheran herbeibomben. Doch offensichtlich hatten die Strategen im Weißen Haus Vertreter aus der zweiten und dritten Reihe des Regimes auf ihrer Liste, um die Nachfolge der zu Kriegsbeginn eliminierten Führung zu übernehmen. Die, wie Trump lapidar feststellte, auch bereits alle tot seien. Insofern war ein Regimewechsel doch nicht das Ziel.
Ohnehin scheint es, dass Trump vielmehr Teil von Netanjahus Plan war. Denn mit dem relativen Ende des Gazakrieges und dem Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Juni gegen das iranische Atomprogramm stellte Netanjahu fest, dass die Gefahren noch nicht alle beseitigt sind. Die Hisbollah ist weiterhin im Libanon präsent und die nuklearen Fähigkeiten, vor allem das angereicherte Uran des Iran, sind weiterhin intakt. Und da Trump, um den Druck auf das Regime in Teheran in den Verhandlungen über das Atomprogramm zu erhöhen, einen zweiten Flugzeugträgerverband und weiteres Militärmaterial in die Region verlegt hatte, war offensichtlich für den israelischen Regierungschef die Gelegenheit gekommen.
Während Israel die Hisbollah im Libanon weiter schwächt, sieht es allerdings nicht danach aus, als könne das Mullah-Regime mit dem gegenwärtigen Luftkrieg in die Knie gezwungen werden. Hatte Trump womöglich gedacht, er könne mit dem Iran ebenso verfahren wie mit Nicolás Maduro in Venezuela? Dessen Anhänger sahen zügig ein, dass Widerstand zwecklos sei, ganz anders als die radikalisierten Unterstützer der Theokraten im Iran. Die jahrzehntelang kultivierte und mit Hass unterfütterte Feindschaft gegen die USA und Israel hat sich in einem ausreichenden Teil der iranischen Gesellschaft verfestigt, auf den sich die Machthaber noch lange werden stützen können. Zumal sie das Gewaltmonopol auf ihrer Seite haben. Wie Israel angesichts dessen einen Regimewechsel herbeibomben möchte, bleibt bis auf Weiteres ein Rätsel.
Trumps allmählicher Rückzieher wiederum geht auf die steigenden Spritpreise und die zunehmende Unzufriedenheit bei der eigenen Wählerschaft zurück, die er in einem Wahljahr nicht über die Maßen verprellen darf. Er kann sich daher ein weitergehendes Engagement von US-Truppen im Iran nicht leisten, wenn damit nicht ein klarer, zeitlich begrenzter und schneller Sieg zu erwarten ist. Und danach sieht es am Persischen Golf nicht aus.
Es fragt sich, ob das Regime nicht auch bereit ist, einen Bürgerkrieg in Kauf zu nehmen – immerhin wurde in den vergangenen Tagen darüber spekuliert, die USA würden die Kurden im Norden des Landes für einen Sturz des Regimes aufrüsten. Angesichts der unmäßigen Brutalität, mit der im Januar die Proteste im Iran niedergeschlagen wurden, ist ein solches Szenario nicht auszuschließen. Wollen die USA und Israel tatsächlich eine solche Entwicklung herbeiführen, die letztlich nur im Chaos enden würde, mit allem, was damit einhergeht: menschlichem Leid, Vertreibung und der Destabilisierung einer ganzen Region?
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